Vereinigung Ehemaliger
Sixt-von-Armin-Kaserne
Wetzlar, e. V.

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Geschichte PzBtl.134
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Geschichte Pz.Btl,134

                                                                                                                   

Panzerbataillon 134 führt das Btl-Wappen seit 1964.
 
Das Wappen zeigt im unteren Teil einen silbernen Kampfpanzer und die Zahl 134 auf schwarzem Grund. Darüber verläuft diagonal ein rotes Band, auf dem ein schwarzer, goldgekrönter und bewehrter Adler zu sehen ist. Bei einigen älteren Wappen trägt der Adler auf der Brust ein silbernes oder goldenes „W
.
Über dem rechten Flügel schwebt ein silbernes oder auch goldenes Kreuz.
 
Die Tingierung verweist eindeutig auf die Wetzlarer Stadtfarben, schwarz und rot. Die Wetzlarer Stadtfahne trägt zwei schwarze Felder und in der Mitte ein rotes, vertikales Feld. Der Adler mit dem Kreuz wird ebenfalls im Stadtwappen geführt.
 
 
Panzerbataillon 134 meldet sich aus dem Funkkreis ab
 
Aus dem Heft Nr. 9 „Das schwarze Barett ist zu entnehmen, daß das Panzerbataillon 134 zu den acht ältesten Panzerbataillonen der Bundeswehr gehört und als einziges nicht in die Heeresstruktur 5 überführt wird.
Das Panzerbataillon 134 wird zum 30.09.1992 außer Dienst gestellt
.
ZUSAMMENFASSUNG DER GESCHICHTE DES BATAILLONS
1956 beginnt die Geschichte des Bataillons auf dem Truppenübungsplatz GRAFENWÖHR in der OBERPFALZ, Lager NORMANDIE.
Am 03. September 1956 übernimmt Major BEHNKE das Kommando über ,das Panzerbataillon 15, dem Stammbataillon der heutigen „134er. Am 29.09.1956 wird das Bataillon der 5.Panzerdivision unterstellt.
Das Personal besteht zunächst aus 2 Offizieren, 5 Unteroffizieren und 13 Mannschaften. Doch noch und noch wächst das Bataillon personell und materiell auf. Die Ausrüstung kommt zum größten Teil aus amerikanischen Beständen: KPz M 47, BPz M 74, MG cal.50 und Karabiner M 1, um nur einiges zu nennen. Doch mit viel Improvisationsgeschick läuft ,die Ausbildung gut an. Bereits im Februar 1957 wird das erste Panzerschießen auf der Range 46a in GRAFENWÖHR durchgeführt. Inzwischen wird dem Bataillon bekannt, daß es nach WETZLAR verlegt werden soll.
Am 14. März 1957 ist es dann soweit: das Bataillon zieht mit klingendem Spiel in WETZLAR ein. Die Begrüßung durch die Behörden findet unter reger Anteilnahme der Bevölkerung bei einem feierlichen Appell auf ,dem Domplatz statt.
Im April beginnt die Spezialgrundausbildung der Panzerbesatzungen und bereits im Mai 1957 führt das Bataillon in BAUMHOLDER Schul und Gefechtsschießen durch. Im Juli 1957 ist das Bataillon erstmals geschlossen in BERGEN‑HOHNE. Die Schießergebnisse sind in Anbetracht der kurzen Ausbildungszeit beachtlich.
Auch das außerdienstliche Leben festigt sich. Es entstehen Arbeits und Neigunsgruppen vielfältiger Art und manche Freundschaften wurden geschlossen. Selbstverständlich steht man auch weiterhin im Blickpunkt der Öffentlichkeit. In und ausländische Presse, das Fernsehen, Vereine und Behörden wollen sich ein Bild über die neuen ~deutschen Streitkräfte machen. Am 14.08.1957 besucht der Inspekteur der Panzertruppe, General MUNZEL, das Bataillon.
Im Jahre 1958 wird das Bataillon umgerüstet auf den KPz M 48 A 1. Auch Neuaufstellungen anderer Verbände betreffen das Bataillon. Es muß laufend Personal abgegeben werden an andere Standorte.
Im Zuge der neuen Heeresstruktur wird 1959 das Panzerbataillon 15 geteilt. Es entstehen ;das Panzerbataillon 54, welches nach WOLFHAGEN verlegt wird und das Panzerbataillon 134, das in WETZLAR bleibt.
In den nächsten Jahren wird durch intensive Ausbildung und Zulauf von Gerät die Einsatzbereitschaft des Bataillons ständig verbessert.
Bereits im Herbst 1959 nimmt das Bataillon an einer größeren Übung teil. Damit wird die Teilnahme an einer Serie von Großübungen mit Namen wie „GALLANT SWORD, „PANTHERSPRUNG, „RÖSSELSPRUNG, „STANDHAFTE CHATTEN, „CERTAIN ENCOUNTER’ um nur einige zu nennen eröffnet.
Am 08. Juli 1962 nimmt ~das Bataillon an der Feldparade vor General ,de GAULLE und Bundeskanzler ADENAUER in MOURMELON bei REIMS (FRANKREICH) teil. Ein historische Ereignis.
Bereits im September 1964 verlegt das Bataillon nach CASTLEMARTIN (WALES) und kann dort mit guten Schießergebnissen überzeugen.
1965 steht wieder im Zeichen der Modernisierung von Gerät. Ab Januar werden die betagten Bergepanzer M 74 (noch mit Sherman‑Fahrgestell) durch die wesentlich leistungsstärkeren M 88 und die Kampfpanzer M 48 Al durch die Kampfpanzer M 48 A2 C ersetzt.
Am 09.Oktober 1966 feiern das Panzerbataillon 134 und das Panzergrenadierbataillon 133 gemeinsam ihr 10jähriges Bestehen. Mitten durch WETZLAR wird eine Feldparade mit 250 Rad und Kettenfahrzeugen ,durchgeführt. Nachmittags öffnen sich dann die Tore der Sixt von Arnim Kaserne zum „Tag der offenen Tür. Die Veranstaltung findet großen Anklang.
Mit einer fordernden Aufgabe beginnt das Jahr 1967. Das Bataillon nimmt an der Winterübung „PANTHERSPRUNG teil. Die Übung ist von wechselnden Gefechtsarten und Unterstellungsverhältnissen gekennzeichnet.
Dem Bataillon ist seit Januar 1967 die Ausbildungskompanie 4/5 unterstellt.
Das zweite Halbjahr 1967 steht erneut im Zeichen einer Umrüstung. In Erwartung des neuen deutschen Kampfpanzers LEOPARD werden Führer sowie Fachpersonal in Umschulungslehrgängen gründlich vorbereitet. Im September ist es ;dann soweit, die ersten 4 Kampfpanzer LEOPARD treffen im Bataillon ein. Die Umrüstung wird bis Anfang 1968 abgeschlossen.
1968 kann das Bataillon bei der Großübung „RÖSSELSPRUNG seine Einsatzfähigkeit beweisen.
1970 verlegt das Bataillon zum zweiten Mal auf den Truppenübungsplatz CASTLEMARTIN(WALES).
Bisher nicht erwähnt wurden die zahlreichen Kontakte zu den US Streitkräften, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des Bataillons bis zum heutigen Tage ziehen. Zunächst sporadisch beginnend mit Informationsbesuchen, weiter über gemeinsame Sportveranstaltungen sowie Schießwettbewerbe bis hin zum Austausch ganzer Teileinheiten, entsteht Eine enge Beziehung zum 2nd BATTALION 32nd ARMOR aus KIRCHGÖNS.
Am 06. April 1971 wird das Bataillon vom Inspekteur des Heeres für besondere Verdienste um die Vertiefung der Partnerschaft mit der US Army ausgezeichnet. Im Rahmen eines Austauschprogrammes besuchen 3 Soldaten des Bataillons die USA und sind Gast bei der NationalGuard in AUSTIN/TEXAS.
Die 3.Komponie nimmt im September 1971 an einem Panzervergleichsschießen der 5.Panzerdivision teil. Die Kompanie belegt in der Einzelwertung den 1.Platz in der Mannschaftswertung den 2.Platz.
1974 verlegt das Bataillon zum ersten Mal auf den Truppenübungsplatz SHILO (KANADA).
In der LAHN wird 1977 erstmals Tiefwatausbildung betrieben. Das Bataillon nimmt an ;der Großübung „STANDHAFTE CHATTEN teil.
Bei der Übung „RONCHAMP im Jahr 1978 wird das Bataillon der 1.französischen Panzerdivision unterstellt und kann sich dabei als einsatzfähiger Verband bewähren.
Im Rahmen der Heeresstruktur 4 wird das Bataillon 1980 neu gegliedert:
die Ausbildungskompanie 4/5 scheidet aus dem Bataillon aus und wird dem Nachschubbataillon 5 unterstellt,
die Kompanien hoben statt 17 nur noch 13 Kampfpanzer, wodurch sie beweglicher und besser führbar werden,
die 4.Kompanie wird zur 4.IPanzergrenadierbatailion 131, bleibt aber ,dem Bataillon unterstellt
die 3.Kompanie wird zur 4./Panzerbatallion 134,
die 3.Kompanie wird neu aufgestellt,
die Rekruten werden wieder im eigenen Bataillon ausgebildet.
Im gleichen Jahr erhält das Bataillon Besuch vom Hessischen Ministerpräsidenten Holger BÖRNER und seiner Staatskanzlei.
Das 25 jährige Bestehen wird 1981 mit einem „Feierlichen Gelöbnis auf dem Domplatz und einem „Tag der Begegnung begangen.
1982 übt das Bataillon erneut auf dem Truppenübungsplatz SHILO(KANADA) und nimmt an der Großübung „CERTAIN ENCOUNTER teil.
Die schon lange bestehenden guten Kontakte zum belgischen 1er Regiment de Guides aus SIEGEN werden 1983 mit einer offiziellen Patenschaft besiegelt.
Bei der Heeresübung „WEHRHAFTE LÖWEN beweist ;das Bataillon erneut seine Einsatzbereitschaft.
Unter extrem kalten Witterungsbedingungen nimmt das Bataillon 1985 an der NATO Übung „CENTRAL GUARDIAN teil ‑eine Angriffsoperotion wird Schulter an Schulter mit dem US Patenbataillon 2 32 ARMOR geführt. Weitaus wärmer ist es dann beim erneuten Truppenübungsplatzaufenthalt in SHILO(KANADA).
1986 wird gekennzeichnet durch die schwerpunktmäßige Ausbildung in ,der Wasserbeweglichkeit :des Bataillons. In einer Gefechtsvorführung vor Gästen und Angehörigen des Bataillons wird dies eindrucksvoll ,demonstriert. Mit einem Bataillons-Biwak begeht das Bataillon das 30-jährige Bestehen.
Kurz darauf nimmt das Bataillon an der Heeresübung „FRÄNKISCHER SCHILD teil. Die 3.Kompanie wird mit Reservisten aufgefüllt, die einen hohen Einsatzstand beweisen.
1989 ehrt der Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte in EUROPA das
Panzerbatailion134 für seine herausragenden Verdienste um die deutschamerikanische Partnerschaft. Er lobt die langjährige Freundschaft zwischen dem Panzerbataillon 134 und dem KIRCHGÖNSER Patenbataillon 2-32 ARMOR.
Im Zeichen der Wende in der ehemaligen DDR und dem dramatischen Ansteigen der Übersiedlerzahlen werden im Bataillon Übersiedler untergebracht und betreut.
„WINTER WARRIOR ist zwar auch eine Großübung, an der das Bataillon im Januar 1990 teilnimmt, jedoch ist es diesmal alles ganz anders. Es sind neben dem Bataillonskommondeur nur wenige Soldaten und Kraftfahrzeuge im Einsatz. Das Bataillon wird in einer computergestützten Simulation dargestellt. Werden so die künftigen Großübungen aussehen?
Im Mai 1990 wird das Bataillon auf den Kampfpanzer LEOPARD 1 A 5 umgerüstet.
206 Soldaten üben erneut in den Weiten von KANADA.
Die 4./PzBtl 134 und 4./PzGrenBtl 131 üben mit ihren US-Pateneinheiten in GRAFENWÖHR.
Die sich überstürzenden politischen Veränderungen in OSTEUROPA und die Wiedervereinigung DEUTSCHLANDS hoben auch Auswirkungen auf das Bataillon. Der Batailionskommandeur und der Kompaniechef der 4./PzGrenBtl 131 werden nach HALLE zum MotSchtzBtl des MotSchtzRegiments 17 kommandiert.
Die Truppenübungsplatzaufenthalte im November 1990 und Januar 1991 in BERGEN HOHNE sowie der Übungsplatzaufenthalt SHILO(KANADA) im Mai 1991 sind die letzten Übungsplatzaufenthalte des Bataillons. Auch während diesem letzten Aufenthalt in SHILO beweist das Panzerbataillon 134 erneut seine Einsatzbereitschaft, wobei die 3.Komponie durch hervorragende Schießleistungen besticht.
Im Frühjahr 1991 wird es dann zur Gewißheit:
Der Standort WETZLAR soll aufgelöst werden, das Panzerbataillon 134 bereits zum 30.09.1992.
Am 16.03.1992 jährt sich die Verlegung des Bataillons von GRAFENWÖHR noch WETZLAR zum 35igsten Mal. Dieser besondere Tag wunde durch den Kommandeur und die ihm verbliebenen Offiziere und Feldwebel des Bataillons mit einem Panzermarsch um die Kaserne und einer Feierstunde im Offizierheim begangen.
Am 17.03., 18.03. und 24.03.1992 wurden die letzten Kampfpanzer :des Bataillons im Eisenbahntransport, teils zum Panzerbataillon 413, SPECHTBERG/TORGELOW, und teils zum Depotinstandsetzungswerk ICHENDORF abgegeben.
Während der 35 Jahre seines Bestehens hat das Panzerbataillon 134 stets seine Einsatzbereitschaft bewiesen, seine Leistungen und sein Geist können alle ehemaligen Angehörigen mit Stolz erfüllen. Die Erinnerung an das Bataillon möge allen weiterhin Aktiven, wo iimmer sie ihren Dienst versehen werden, Verpflichtung für die Zukunft sein.
Projekt4
OTL Behnke
03.09.1956 - 13.04.1959
Projekt3
OTL Schönfeld
01.10.1960 - 30.06.1962
OTL Sterz
14.04.1959 - 30.09.1960
Projekt1
OTL Lützow
01.07.1962-31.03.1964
Projekt2
OTL Pfeiffer
01.04.1964-30.09.1967
Projekt11
OTL Kürschner
01.10.1967-29.11.1969
Projekt12
OTL Winkler
30.11.1969-30.11.1971
Projekt7
OTL Kaufmann
01.12.1971-31.03.1973
Projekt9
OTL  Vollmar
01.04.1973-26.03.1975
Projekt13
OTL Lorenz
27.03.1975-08.02.1980
Projekt6
OTL Jürgens
09.02.1980-01.04.1982
Projekt10
OTL von Knobelsdorff
02.04.1982-31.03.1985
Projekt8
OTL Ruwe
01.04.1985-28.09.1987
Projekt5
OTL Antweiler
29.09.1987-20.06.1991
Projekt14
OTL Rosar
21.06.1991-30.09.1992
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